Ob Blähton-Fertighaus oder Poroton-Massivhaus: Hausbau besser als Miete

SONY DSCBlähton-Fertighaus, Massivbau, Poroton: Hausbau schlägt Miete

Die Miete belastet Rentner am stärksten, aber der Hausherr hat die volle Rente zur Verfügung

Statistisch betrachtet bringen die Mieter etwa 30 % Ihres Einkommens für Miete auf. Mit dem Renteneintritt steigt der Anteil auf über 40 Prozent (rote Linie). Die Bauherren haben in den Anfangsjahren zwar oft deutlich höhere Belastungen.

Je nach Objektpreis und eingesetztem Eigenkapital sinkt die Belastung im Verhältnis zum Einkommen nach 13 bis 21 Jahren unter das Mietniveau. Noch gravierender wird der Unterschied ab dem Renteneintritt. Denn der Hausherr wohnt jetzt mietfrei, und der Mieter muss weiterhin monatlich Miete zahlen.

Das eigene Haus bauen oder ein Leben lang zur Miete wohnen – was lohnt sich in finanzieller Hinsicht?
„Im Vergleich zu einem Mieter ist das eigene Haus auf den ersten Blick teurer. Wer sich aber schon in jungen Jahren ein Eigenheim baut, ist als Ruheständler wesentlich besser gestellt“, so Dipl.-Ing. Hans Peters, Geschäftsführer der Deutschen Poroton. Für die Miete gehen im Durchschnitt 30 Prozent des Einkommens drauf. Dieser Anteil bleibt bei einer moderaten Steigerung in etwa stabil. Der Häuslebauer wiederum muss wegen seiner Kreditaufnahme zunächst mehr Geld aufbringen. Aber: Bereits nach 13 bis 21 Jahren – je nach Objektpreis und Eigenkapital – hat der Hausherr eine geringere monatliche Belastung als der Mieter. Konkret: Ab diesem Zeitpunkt hat der Bauherr mehr Geld für sich selbst zur Verfügung.

Noch deutlicher werden die Vorteile einer Immobilie im Alter. Das zeigt eine einfache Berechnung: Mit 65 Jahren hat der Hausherr in der Regel die letzte Rate getilgt, seine Belastung tendiert gegen Null. Er kann sich nun entspannt zurück lehnen, denn Hausherren wohnen mietfrei. Ganz anders stellt sich die Situation für den Mieter dar. Da seine Rente nur noch 60 Prozent des letzten Einkommens beträgt, wird es schwieriger, die möglicherweise sogar steigenden Mietkosten zu tragen. Das heißt: Er muss jetzt Monat für Monat bis zu 50 Prozent seiner Altersversorgung für Miete aufbringen – und das bei möglicherweise weiter steigenden Mieten.

Interessante Aspekte ergeben sich für Bauherren auch aus dem Bezug von Fördermitteln wie etwa der Eigenheimzulage oder zinsverbilligten Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Zudem ist der Wertzuwachs der eigenen Immobilie im Vergleich zu einem möglichen Kapitalzuwachs seitens eines Mieters nicht zu versteuern.

Weitere Pluspunkte für das Eigenheim: Die Baufamilie lebt in den eigenen vier Wänden und kann sich ihr Heim individuell gestalten. Sie ist nicht von Vermietern abhängig. Lärm von anderen Hausbewohnern gibt es nicht. Eine Wohnungskündigung muss nicht befürchtet werden. Kurzum: Wer baut, schafft sich selbst Komfort, Sicherheit und bleibende Werte – anstatt die Immobilie des Vermieters zu finanzieren.

Wichtig in der Betrachtung ist eine möglichst wartungsarme Bausubstanz. Ein massives Fertighaus aus Tonziegeln oder Blähton hält weit über 100 Jahre und ermöglicht in der Regel einen hohen Wiederverkaufswert des Hauses. Der verwendete Ziegelton ist der beliebteste Wandbaustoff – rund jedes dritte Haus wird aus Blähton oder Tonziegeln erstellt. Blähton erfüllt zudem die Kriterien der Energieeinsparverordnung EnEV – eine notwendige Voraussetzung für den Erhalt von Fördermitteln im KFW 70 oder KFW 55-Standard, oder mit entsprechender Haustechnik auch als Passivhaus.

Quelle: Deutsche Poroton